Das Baumfällen – wie fällt man einen Baum

Sind alle Voraussetzungen einer Baumfällung erfüllt, kann es an die Arbeit gehen.
Beim Baumfällen gibt es einige Punkte, die berücksichtigt werden müssen, um diese Aktion so risikoarm wie möglich zu gestalten. (Die nachfolgenden Punkte sind aber nur dann zu berücksichtigen, wenn es sich um einen größeren Baum handelt. Wenn man einen kleinen Obstbaum fällt, sind die nachfolgenden Schutzbestimmungen nicht allzu wichtig.)
Zum Baumfällen benötigt man entweder eine Kettensäge oder aber eine Motorsäge.
Das wohl wichtigste beim Baumfällen ist das Tragen geeigneter Schutzkleidung inklusive eines Helmes mit Visier.
Das Baumfällen sollte man nicht alleine tun, sondern immer mindestens zu zweit, damit im Notfall Hilfe geholt werden kann.
Zunächst muss die Fallrichtung festgelegt werden, die so risikolos wie möglich sein sollte. D. h. es muss genügend Sicherheitsabstand zu Häusern, Autos und Straßen gegeben sein.

Anschließend muss auf der Seite, zu der der Baum fallen soll, eine Fallkerbe gesetzt werden (schräg von oben ansetzen, dann horizontaler Schnitt). Diese erhält man, indem man ein keilförmiges Stück Holz aus dem Baum herausschneidet, welches ca. ¼ des Baumstammes ausmacht.
Auf der gegenüberliegenden Seite erfolgt dann horizontal der Fällschnitt, wobei dieser mindestens 3-5 cm über den Kerbenschnitt angesetzt werden muss, damit sich der Baum nicht aufspaltet.
Das Baumfällen muss übrigens vom Boden aus geschehen, ansonsten kann es zu Strafen oder auch Verletzungen kommen. Auf der Leiter zu stehen und den Baum Stück für Stück zu fällen oder dabei direkt im Baum zu sitzen ist nicht erlaubt.
Außerdem sollte zwischen Fallkerbe und Fällschnitt eine Bruchleiste bestehen, die etwa 1/6 bis 1/10 des Durchmessers des Baumes beträgt. Sie dienst als Scharnier. Noch bevor der Baum fällt, muss sich die Person an einen Ort entgegen der Fallrichtung begeben.