Baum des Jahres 2008 – Die Walnuss (juglans regia)
Der echte Walnussbaum gehört zur Familie der Walnussgewächse und ist wegen seines sehr edlen Holzes und seiner wohlschmeckenden Nüsse bekannt.
Ursprünglich beheimatet war die Walnuss im Mittelmeerraum, auf der Balkanhalbinsel bis nach Asien. Heute wird sie allerdings auf der gesamten Nordhalbkugel in gemäßigten Lagen angebaut. Der Walnussbaum ist relativ empfindlich was den Boden und die Temperatur angeht. Er bevorzugt wintermilde Lagen und einen frischen, nährstoffhaltigen Lehm- oder Tonboden.
Die Walnuss ist von knorrigem Wuchs und kann eine Höhe von 20-30 Metern erreichen, zudem ein Alter von maximal 150 Jahren. Der dickste Stammdurchmesser, der in Deutschland bei einer Walnuss gemessen wurde, beträgt ca. 3 Meter.
Die Krone ist kugelförmig und kann mehr als 20 Wipfeltriebe ausbilden. Die Rinde leuchtet bei jungen Bäumen silbrig, verfärbt sich im Alter aber immer dunkler und bildet eine schuppige Borke.
Die dunklen rotbraunen Triebe bilden einen schönen Kontrast zu der hell leuchtenden jungen Rinde.
Die Blüten bilden Kätzchen. Die Früchte, also die eigentlichen Nüsse, befinden sich in einer fleischigen, grünen Schale. Platzt diese bei der Reife im September/ Oktober auf, werden die Nüsse freigelegt.
Das Holz der Walnuss gilt als sehr edel und ist daher in der Möbelindustrie sehr beliebt. Es wird aber auch zur Herstellung von Musikinstrumenten und Uhren benutzt. Die Walnüsse an sich sind zur Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Außerdem beinhalten sie Stoffe, die auch in der Medizin Verwendung finden.