Baum des Jahres 2006 – Die Schwarzpappel (populus nigra)
Diese Laubbaumart gehört zur Familie der Weidengewächse und hat ihren Namen von der dunklen, fast schwarzen Farbe der Netzborke.
Die Schwarzpappel ist sehr wählerisch bezüglich ihres Standortes. Sie benötigt viel Licht und einen guten reichhaltigen Kies – oder Sandboden. Daher ist sie an Flussauen beheimatet. Sie ist der am schnellsten wachsende Baum der gemäßigten Breiten.
Dieser Baum kann ein Altern von maximal 300 Jahren erreichen, üblich sind aber eher 60-80 Jahre. Der Stamm kann einen Durchmesser von über 2 Metern erreichen und die Höhe beträgt bis zu 30 Metern.
Die Schwarzpappel besitzt weit ausladende Äste sowie eine ausladende Krone, die fast so breit wie hoch ist. Die Blätter sind rautenförmig, fast dreieckig und haben eine lange Spitze. Männliche Schwarzpappeln besitzen rote Blätter, weibliche hingegen gelb-grüne. Der lange Stiel, an denen die Blätter hängen, sind ca. 8 cm lang, was dazu führt, dass die Blätter schon beim kleinsten Windzug anfangen zu flattern. Das hat aber seinen grund, denn dadurch ist die Kühlung geregelt und der Baum bekommt genug Sonnenlicht ab.
Die Blüten bilden im April ca. 10 cm lange Kätzchen.
Die flaumig ummantelten Früchte befinden sich in Kapseln, die bei der Reife aufplatzen.
Die Schwarzpappel eignet sich wegen ihrer Qualität nicht als Bauholz, aber das Holz wird etwa zu Spanplatten oder Papier verarbeitet. Außerdem werden Balsam und Tee hergestellt.